| Platinen entwickeln - Bügelmethode |
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| Geschrieben von KlausSp | ||||
| Friday, 21. October 2005 | ||||
Seite 1 von 2 Platinen entwickelnAutor: Klaus Spitzhirn 1. EinleitungViele denken beim Stichwort Platinen entwickeln an hohe Kosten, hoher Aufwand oder gar die Unmöglichkeit des selber machens. Ist alles nicht wahr. Man kann sich durchaus seine eigene Platine für 3,- Euro anfertigen. Leider habe ich zur Zeit keine Digitalkamera, deswegen gibt´s hier erstmal viel Text. Wenn ich dann mal eine habe, kommen auch noch ein paar schöne Bilder. Nachtrag: Die Bilder sind jetzt drin! 2. VorbereitungenWas brauchen wir alles? Zur Herstellung der Platine benötigen wir eine einseitig mit Kupfer beschichtete Platine, ein Blatt hochwertiges Papier für Tintenstrahldrucker, ein Bügeleisen, eine Schüssel kaltes Wasser, eine flache Kunststoffschüssel, ein Beutel Ammoniumpersulfat und eine Bohrmaschine mit einem 0,8 mm oder 1 mm Bohrer, wenn möglich mit Bohrständer. Das Ammoniumpersulfat im Shop reicht für einige kleine Platinen in Effektgerätegröße. Zum bohren lässt sich eigentlich jeder Bohrer verwenden, besser wäre aber ein Hartmetallbohrer. 3. Los geht´s!Als erstes benötigen wir das Layout der Platine. Wenn ihr einen Laserdrucker habt, in druckbarer Form, wenn nicht, müsst ihr das Layout anderweitig ausdrucken. Der Punkt ist, das Layout muss entweder über einen Laserdrucker oder mittels eines Kopierer auf die glatte Seite des Papiers gebracht werden. Um relativ teueres Hochglanzpapier sparen zu können, könnt ihr ein passendes Stück HG-Papier ausschneiden und mit Klebestreifen auf die Stelle eines normalen Papiers kleben, auf die das Layout anschließend kopiert oder gedruckt wird. Ist das Layout nun auf der glänzenden Seite des Papiers, ist der erste Schritt schon mal erledigt. 4. BügelnAls nächstes wenden wir uns der einseitig beschichtete Kupferplatine zu. Zuerst sollte die Platine genau so groß sein, wie das Layout nachher auch tatsächlich Platz braucht. Dazu könnt ihr die Platine mit einer Laubsäge oder einem Dremel Multitool einfach zuschneiden. Bitte achtet darauf, keine Kratzer zu machen. Anschließen müssen wir sie noch etwas saubermachen. Fingerabdrücke und anderer Dreck könnten verhindern, dass die Platine gelingt. Persönlich verwende ich dazu ein leichtes Scheuermittel, auf die befeuchtete Oberfläche aufgetragen und mit leichtem Druck verrieben. Nicht zu fest, damit´s keine Kratzer gibt. Andere Reinigungsmittel und Methoden funktionieren natürlich auch. So, dann heizen wir das Bügeleisen vor. Die Einstellung um 3 sollte ok sein. Das kann von Bügeleisen zu Bügeleisen unterschiedlich sein, also nicht enttäuscht sein, wenn´s beim ersten Mal nicht funktioniert. Dann legen wir das bedruckte Papier mit Druck nach unten auf die gereinigte Kupferoberfläche. Damit nichts anklebt, noch ein Blatt normales Papier darüberlegen und dann das Bügeleisen aufsetzen. Mit gleichmäßigem Druck für ein paar Minuten die Platine und das Papier schön bügeln. Die beiden müssen zum Schluß aneinanderkleben. Wenn ihr meint, es reicht, nehmt die Platine mit dem Papier mit einer Pinzette oder Zange (heiß!) und gebt sie schnell in eine Schüssel mit warmen Wasser. Ansonsten kann es euch passieren, dass das Papier beim abkühlen reisst, und das Layout verschandelt. Versuche mit kaltem Wasser haben aber auch gute Ergebnisse ergeben, das Papier ist damit sogar von alleine abgegangen. Nach einigen Minuten lässt sich nach richtiger Bügeltechnik das Papier vom Kupfer abziehen. Eventuell müsst ihr ein wenig rubbeln, um auch alle Reste abzubekommen. Wenn alles funktioniert hat, habt ihr jetzt das Layout auf der Platine. Sollte einige Stellen nur sehr undeutlich oder gar nicht vorhanden sein, könnt ihr die Fehler mit einem schwarzen Stift (Edding) ausbessern. |
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